Einladung zum 3. „ Energiekämpfe in Bewegung“- Treffen am 26./27. 1.2013 im selbstverwaltenen Zentrum SubstAnZ, Frankenstraße 25a, in Osnabrück.

Das Netzwerk „Energiekämpfe in Bewegung“ (EkiB) besteht aus verschiedenen Gruppen, Organisationen, Inis und Bündnissen und setzt sich ein für eine global gerechte, demokratisch kontrollierte, soziale und ökologische Energieversorgung. Dazu müssen wir Macht- und Eigentumsfragen stellen: Wer produziert wie, wozu und zu wessen Nutzen Energie?
Bei unserem letzten Netzwerktreffen sind aus der Beschäftigung mit diesen Themen konkrete Ideen zu einer Strompreise-Kampagne und einer Fahrradkarawane zum Klimacamp im Rheinischen Braunkohlerevier hervorgegangen. An diesen Ideen wollen wir am 26. und 27. Januar weiterarbeiten.
Wichtige Aufgaben im Zusammenhang mit der Fahrradkarawane werden die Suche nach einer inhaltlichen Klammer und ihre genauere Ausgestaltung sein. Überlegt dazu bitte in euren Zusammenhängen,

  • was für euch No Goes sind,
  • welche kurz-/mittel-/langfristigen Ziele ihr bei dieser gemeinsamen Aktion hättet,
  • in welchen Strukturen ihr gern arbeiten würdet.

Beim Treffen der Arbeitsgruppe „Energiepreiskampagne“ sollen Aktionen geplant werden, um in die Debatte zu intervenieren und für ökosoziale Lösungen bei der Versorgung mit Strom, Gas, und Heizung sowie in Sachen Gebäudesanierung (mit Bezug zur Gentrifizierung) zu streiten.
Das Treffen soll außerdem auch genutzt werden um gemeinsam das bundesweite Klimacamp im Rheinland weiterzuplanen.
Damit wir beim Treffen besser planen können, überlegt zusätzlich zu den oben genannten Fragen bitte auch, wie viele Ressourcen ihr für welches der Projekte habt.
Anmeldung bis zum 20.01.2013 unter magie[at]riseup.net, damit wir wegen der Verpflegung und Unterkunft planen können.
Bisherige Aktivitäten und Ziele
„Energiekämpfe in Bewegung“ (EkiB) ist ein Netzwerk aus verschiedenen Gruppen, Organisationen, Inis und Bündnissen, die für eine andere Energiewende, gegen fossile-und aggro-Brennstoffe und für einen sofortigen Ausstieg aus Kohle und Atom kämpfen.
Bringt der Klimawandel eine Botschaft mit sich, dann dass es keine Grenzen gibt. Stürme und Dürren, Energiearmut und Artenverlust, Ernteausfall und Hochwasser- die Folgen sind überregional vernetzt und erinnern uns an die globale Komplexität und sensible Verknüpfung der sozialen und ökologischen Fragen.

Energieerzeugung bedeutet in Deutschland Atom und Kohle, Großkraftwerke und Großkonzerne. E.ON, Vattenfall, EnBW und RWE sichern sich damit jedes Jahr Milliardengewinne. Die Folgekosten, vor allem die negativen Folgen des Klimawandels und der Atommüll, werden im globalen Rahmen auf alle abgewälzt.

Auch hier sind das Leben und Zuhause verschiendenster Menschen an den verschiedensten Orten betroffen, weil RWE, Vattenfall und Co. sich gierig immer weiter durch Landstriche baggern, sie mit CO2 füllen wollen oder immer noch mit neuen Kohlekraftwerken zu bestücken versuchen. Gleichzeitig sind alte Probleme mit Risikotechnologien wie der Atomkraft noch längst nicht gelöst und neue, wie das sogenannte Fracking, schon im Anmarsch.
Aber auch der Widerstand ist grenzenlos, die Reaktionen vielfältig, von Polen über die Lausitz bis Ahaus, von Gorleben bis Leipzig, von der Altmark bis zum Hambacher Forst; die Bewegung für eine ganz andere Energiewende wächst in vielfältiger Form an den unterschiedlichsten Orten.
Das Anliegen von „Energiekämpfe in Bewegung“ ist es, die verschiedenen, bisher meist isolierten Energiekämpfe in Zusammenhang zu setzen und so zu einer explosiven Masse zu bündeln. Die regionalen Kämpfen gehen weiter, gleichzeitig sind wir uns einig darin, dass eine ökologische und sozialverträgliche Energieversorgung nicht nur möglich sondern dringend nötig ist. Ohne eine Abkehr von großen Energiekonzernen und Wachstumsideologie ist dies allerdings nicht zu erreichen.
In 2013 wollen wir dies mit verschiedenen Kampagnen vorantreiben. Mit einer Fahrradkarawane wollen wir verschiedene regionale Energiekämpfe verbinden.
Jeder Aktionsort entlang der Route kann seine Melodie in den Kanon einbringen und uns umso lauter werden lassen. Und kommt etwas einmal ins Rollen, gewinnt es immer mehr an Kraft. Wir stellen uns einen Sommer voller Infoveranstaltungen, Mahnwachen, Protestaktionen und Demos vor, der die Karawane dann ins rheinische Braunkohlerevier zum bundesweiten Klimacamp leiten soll. Die Planung und Durchführung des Klimacamps wird auch als gemeinsames EkiB-Projekt angegangen.
Idee der zweiten Kampagne ist es, in die Debatte um Strompreise zu intervenieren und zum Beispiel die energetische Sanierung und die damit verbundene Gentrifizierung kritisch zu thematisieren. Im Gegensatz zu der ersten, wäre diese Kampagne eher diskursorientiert, sollte aber auch Aktion(en) beinhalten und wäre ebenso bundesweit angelegt. Hier stellen wir uns vor mit Plakaten, Postkarten, Artikeln oder einem dezentralen Aktionstag gezielt und ironisch auf die diversen Schweinereien aufmerksam zu machen.

Für ein fruchtbares Vernetzen von Klimaaktivitäten bundesweit und über die Grenzen hinaus, für Synergieeffekte im Widerstand, für Gedankenaustausch und eine Mobilisierung der schweigenden Mehrheit. Aber vor allem: für eine ganz andere Klima – und Energiepolitik!