Energieproduktion vergesellschaften! Energiekämpfe führen! - Für eine global gerechte, soziale und ökologische Energieversorgung

Einladung zum 6. „Energiekämpfe in Bewegung “ – Treffen am 30.11./ 01.12.2013

im Bethanien, Mariannenplatz 2a, 10997 Berlin

Energieerzeugung bedeutet noch viel zu sehr: Atom und Kohle, Großkraftwerke und Großkonzerne, Stromabklemmungen und Emissionen. E.ON, Vattenfall, EnBW und RWE sichern sich jedes Jahr Milliardengewinne. Das Netzwerk „Energiekämpfe in Bewegung“ (EkiB) setzt sich dagegen für eine global gerechte, demokratisch kontrollierte, soziale und ökologische Energieversorgung ein. Um das durchzusetzen, müssen wir Macht- und Eigentumsfragen stellen: Wer produziert wie, wozu und zu wessen Nutzen Energie? Das Netzwerk besteht aus verschiedenen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen und verfolgt das Ziel, verschiedene Energiekämpfe stärker zu verknüpfen. Unser Netzwerk ist offen für alle, die diese Vision mit uns teilen. 

Zu Beginn des Jahres 2012 gegründet, organisierte das Netzwerk im Sommer 2013 als erste größere gemeinsame Aktion die „Reclaim Power Tour“, eine Fahrradkarawane die verschiedene Energiek­ämpfe in Deutschland besuchte, mit dem Ziel diese zu vernetzen und zu stärken. Es gab Gelegen­heit, nicht nur lokale Widerstände zu sehen und zu unterstützen, sondern auch Projekte kennen zu lernen, die nach Alternative zum herrschenden Energie- und Wirtschaftssystem suchen.

Diese dort geknüpften Kontakte und Erfahrungen wollen wir ausbauen und verstärken, um gemeinsam zu einer noch größeren und stärkeren Bewegung zu werden. Deshalb laden wir alle bisher am Netzwerk Beteiligten, alle Interessierten  und besonders alle Gruppen und Initiativen, die wir während der Tour besuchen durften, ein gemeinsam mit uns Strategien für das kommende Jahr zu entwickeln. Dazu wollen wir die bisherige Arbeit des Netzwerks, besonders die Tour, auswerten und anschließend zu der strategischen Planung für 2014 zu kommen. Wir wollen gemeinsame Ziele und Schwerpunkte diskutieren und überlegen, wo wir strategisch ansetzen können, um unsere Ziele umzusetzen. Um nicht zu abstrakt zu bleiben, wollen wir auch schon konkrete Projekte andenken und schauen, worauf wir unsere Energie im nächsten Jahr richten wollen.

Auftakt des Treffens ist ein Workshop von Timo Luthmann am Freitag Abend zum Thema Einführung in das Konzept des nachhaltigen Aktivismus. Am Samstag werden wir dann auch selbst aktiv: EkiB wird einen eigenen Block unter dem Motto Kohleausstieg ist Handarbeit – System Change not Climate Change auf der Energiewende-Demo haben und vermutlich auch mit einem eigenen Redebeitrag eine kritischere und radikalere Perspektive einbringen.

Um besser planen zu können meldet euch bitte bis zum 20.11. bei gegenstromberlin an (info@gegenstromberlin.net). Wenn ihr eine Übernachtungsmöglichkeit in Berlin braucht, wendet Euch bitte an Christiane (klippa.hilde@yahoo.de), wir werden eine Bettenbörse organisieren.

Außerdem werden noch Menschen gebraucht, die sich vorstellen könnten, sich an der Moderation zu beteiligen. Bitte meldet euch bis zum Freitag, 20.11. bei  katharina.kutzias@googlemail.com

Ein genauerer Ablaufplan wird vor der Konferenz noch verschickt.

Mit solidarischen Grüßen,
Die Vorbereitungsgruppe 

Ablauf:

Freitag:
Am Freitag Abend wird Timo Luthmann (imagine communication / ausgeCO2hlt) einen Einführungs­workshop in das Konzept des nachhaltigen Aktivismus anbieten, zu dem natürlich alle herzlich eingeladen sind.

Ort und Zeit: Freitag, 29.11.2013, 18.30 Uhr, wahrscheinlich hier: 

Heilpraktikschule in Selbstverwaltung, Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2a, 10997 Berlin (tbc)

Updates zu diesem Termin u. a. hier

https://www.facebook.com/pages/Gegenstrom-Berlin/125026390900916



Beschreibung: Kampf gegen den Klimawandel stresst. Hinzu kommen Konflikte in der eigenen Gruppe, prekäre Lebensverhältnisse, … Die negativen Folgen: Burn-outs, Depressionen oder der Rückzug ins Private. Da aber sozialer und ökologischer Wandel eher einem Marathon als einem Sprint gleicht, sind gerade im krisenhaften Kapitalismus langfristige Konzepte gefragt! In diesem Zusammenhang wollen wir ergründen, wie ein wirklich nachhaltiger Aktivismus aussehen könnte. Gehört Burn-out zu einer Aktivist_innenbiografie und was ist das eigentlich? Und mit welchen Strategien können wir individuell wie kollektiv widerstandsfähiger werden und einen nachhaltigen Aktivismus entwickeln, der nicht nur rein funktional gedacht ist, sondern das gute Leben spürbar werden läßt? Vortrag mit anschließender Debatte. 

Kosten: Wir werden bei der Veranstaltung einen Hut `rumgehen lassen. Die Teilnehmer_innen sind eingeladen, Reise und Aufwand des Referenten zu spenden

Samstag
Ab 9:30 Uhr gibt es Kaffee und Tee für alle, um 10:00 Uhr wollen wir dann mit dem Programm und einer Auswertung des letzten Jahres beginnen. Um 12:00 Uhr werden wir gemeinsam zur Demo aufbrechen, wo wir uns dann auch selbst verpflegen. Das Konferenzprogramm beginnt wieder um 16:30 Uhr wieder und endet um 20:00 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen.

Sonntag:
Auch am Sonntag wird es ab 9:30 Uhr Kaffee geben, um 10:00 Uhr steigen wir dann erneut in die gemeinsame inhaltliche Diskussion ein. Das Programm geht bis 16:00 Uhr, unterbrochen von einer gemeinsamen Mittagspause und einem warmen Essen. Ziel ist es, an diesem Tag an die Überlegungen vom Vortag anzuknüpfen und eine Strategie und möglichst auch schon konkrete Projekte für das nächste Jahr zu entwickeln.