Kein zweites Kopenhagen für die Klimabewegung!  Wo, wie und wann können wir unseren Widerstand in einer Massenaktion 2015 zuspitzen?

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Liebe Freundinnen und Freunde,

2015 werden in Paris die Verhandlungen zu einem neuen Klimaabkommen stattfinden. Wir Aktivist_innen von EKiB glauben nicht, dass diese oder andere Verhandlungen den Klimawandel aufhalten werden. 2013 fand die 19. internationale Klimaverhandlung der UNO statt und es war gleichzeitig das Jahr mit den bislang weltweit höchsten CO2-Emissionen. Von den internationalen Klimaverhandlungen ist schon lange nichts mehr als heiße Luft zu erwarten und in Deutschland, dem angeblichen Klimaschutzvorreiter, setzt die Regierung Merkel im großen Stil auf Braunkohleverstromung.

Die Herrschenden kümmern sich nur um ihre Profite, wir kümmern uns um die CO2-Reduktion!

Wir sind der Meinung, dass es Zeit ist, dass wir selber aktiv werden müssen. Anstatt uns 2015 ausschließlich direkt an den Klimaverhandlungen in Paris abzuarbeiten, wollen wir das nächste Jahr für eine großangelegte Massenaktion des zivilen Ungehorsams nutzen, die sich direkt gegen CO2 Quellen an Orten, an denen der Klimawandel gemacht wird, wendet. 2014 haben wir mit der Kampagne „Kohleausstieg ist Handarbeit“ mit dieser direkten Herangehensweise schon gute Erfahrungen gesammelt, sowohl bei den Climate Games in Amsterdam, als auch bei Baggerbesetzungen und vielfältigen Blockaden im rheinischen Braunkohlerevier.

Die Aktion 2015 wollen wir nun mit möglichst vielen Menschen und Gruppen planen und vorbereiten und laden euch deshalb zu einem Aktionsratschlag vom 03.-05. Oktober 2014 in Köln ein.

Der Klimawandel hat viele Quellen: z. B. Kohle- und Erdölförderungen, CCS und Fracking, der motorisierte Individualverkehr mit neuen Autobahnen und mehr Flugverkehr, die Lebensmittelindustrie. Unter der derzeitigen Art wie Strom und Energie produziert werden haben Tiere, Ökosysteme und Menschen zu leiden, hier in Europa, aber vor allem im globalen Süden. Landgrabbing, Kriege um Rohstoffe und Wasser und die dadurch folgende Vertreibung, sowie die steigende Anzahl von extremen Wetterereignissen oder auch Energiearmut sind nur einige der Folgen. Alle diese Aspekte sollen sich in der Massenaktion wiederfinden und deshalb sind auch explizit Gruppen und Einzelpersonen eingeladen, die sich sonst nicht auf Klimakämpfe beziehen.

Während der Kampagne „Kohleausstieg ist Handarbeit“ haben wir schon sehr gute Erfahrungen mit transnationaler Vernetzung gesammelt und wollen daran anknüpfen. Deshalb sind auch besonders Gruppen, die nicht aus Deutschland kommen, eingeladen nach Köln zu kommen und mitzumachen. Um Übersetzung wird sich gekümmert.

Für uns gehören Widerstand und der Aufbau von wirklichen Alternativen zusammen um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Deshalb sind auch Menschen die sich mit Themen wie dem „Buen Vivir“ aus Lateinamerika beschäftigen oder Teil der „Degrowth“-Bewegung aus dem globalen Norden sind, oder der grade in Frankreich aufkommenden „Alternatiba“-Bewegung auch herzlich eingeladen.

Klimaschutz ist Handarbeit! Kommt deshalb vom 03.- 05 Okt. nach Köln!

Weitere Informationen findet ihr auf: http://ekib.blogsport.eu/

Bitte leitet die Einladung an Gruppen und Personen weiter, die an dem Treffen Interesse haben könnten. Für Essen, einfache Unterkunft und Übersetzung ist gesorgt. Bitte meldet euch zwecks Planung bis mitte September bei info@ausgeco2hlt.de an.

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